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TU Berlin

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Loitz-Netzwerk

Bildepitaph des Michael II. Loitz, um 1561-64, Marienkirche Danzig
Lupe

Großkaufleute und Bankiers als Akteure im kulturellen Netzwerk Ostmittel- und Nordeuropas des 16. Jh. am Beispiel der Familie Loitz

Finanzierung und Projektlaufzeit

Anschubfinanzierung der Technischen Universität Berlin

01. Oktober 2015 bis 30. Juni 2016

Projektmitarbeiter

Technische Universität Berlin, Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik: Prof. Dr. Aleksandra Lipińska, Giulia Simonini M.A.

Kontakt

aleksandra.lipinska[at]tu-berlin.de, Simonini[at]tu-berlin.de

Projektbeschreibung

Am Beispiel der Stettiner und Danziger Familie Loitz, die als „Fugger des Nordens“ bezeichnet werden, wird das Projekt die Rolle der Großkaufleute und Bankiers als Akteure im kulturellen Netzwerk Ostmittel- und Nordeuropas des 16. Jh. untersuchen. Das zu rekonstruierende Loitz-Netzwerk stellte einen Teil eines größeren Systems dar, dem die Hanse als wirtschaftliches und kommunikatives Netzwerk zugrunde lag. Die Handelswege und Kontore der Kaufleute fungierten innerhalb dieses Systems als kulturelle Routen und Zonen, die den transregionalen Austausch nicht nur von Gütern, sondern auch von Ideen, Moden, Technologien und Wissen ermöglichten. Dank einer Anschubfinanzierung der Technischen Universität Berlin werden aktuell breit angelegte archivalische Vorrecherchen durchgeführt, die die Präzisierung des Themas sowie der Fragestellung ermöglichen.

Das Teilprojekt Loitz und die Kunst von Giulia Simonini M.A. untersucht die Rolle der Familie Loitz als Kunststifter und Vermittler hinsichtlich der Kunstanschaffungen verschiedener Mäzene. Die bereits untersuchten Kunstwerke (z.B. das Epitaph des Michael II. Loitz in der Danziger Marienkirche, 1561-64) und verschiedene Schriftquellen erlauben die Vermutung, dass die Bankiersfamilie eine Schlüsselposition bezüglich des Verkehrs von Luxusgütern in Nord- und Ostmitteleuropa hatte. Denn die Loitz waren mit einem komplexen Netz aus Wechselgeschäften mit dem kaiserlichen Haus, den Königen von Schweden (Gustav I. Wasa, Erik XIV.), Dänemark (Christian II., Friedrich II.) und Polen (Sigismund II. August), den Kurfürsten von Brandenburg (Joachim II.) und den Herzogen von Pommern (Barnim IX., Philip I., Johann Friedrich) und Preußen (Albrecht von Brandenburg-Ansbach) verbunden. So haben sie beispielsweise für Joachim II. von Brandenburg einen Alabasteraltar aus den Niederlanden importiert und verhalfen Sigismund II. August zu Smaragden sowie schenkten ihm einen Löwen. Weitere Recherchen werden die Rolle der Loitz in diesem Kontext erörtern.

 

 

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